Marco Appler – unser Läufer beim Ostseeman.

25. Juli 2010 um 21:06

ScreenHunter_02 Jul. 25 21.04Diesmal stellen wir euch vor dem Rennen unseren Läufer für den Ostseeman vor. Anders als in Roth wird nicht Ralf Harzbecker, sondern Marco Appler für uns in den abschließenden Marathon gehen. Obwohl Marco in Roth als Radfahrer für eine andere Staffel am Start war und trotz seiner eher radsportlichen Vergangenheit strebt er eine Laufzeit von 2:40h an. Mit einer entsprechend guten Leistung von Schwimmer Christian Damaschke und Wiederholungstäter Richard ist der Sieg in der Staffelwertung somit ein realistisches Ziel.


Ralf Harzbecker – Unser Läufer in Roth.

25. Juli 2010 um 20:51
Erstmal`n Bier! Fertig, aber glücklich. 2:51h auf die Marathondistanz ohne spezielle Vorbereitung kann sich sehen lassen!

Erstmal`n Bier! Fertig, aber glücklich. 2:51h auf die Marathondistanz ohne spezielle Vorbereitung kann sich sehen lassen!

Wir haben es sträflicherweise versäumt Ralf, unseren Läufer in Roth vor der Challenge vorzustellen, was zu unserer Verteidigung aber auch daran lag, dass sein Einsatz sehr kurzfristig zustande kam. Für diese schnelle Hilfe ein dickes Dankeschön an dich, Ralf. Obwohl das Rennen vorbei ist und vor allem wegen seiner herausragenden sportlichen Leistung mit 2:51h über den abschließenden Marathon möchten wir die Vorstellung an dieser Stelle nachholen.

Ralf kann als DDR-Vizemeister über 35km, Vize-Europameister über 5000m und zahlreiche andere Erfolge inklusive mehrerer Landesrekorde in seiner jeweiligen Altersklasse und Titel als Sportler des Jahres auf eine überaus erfolgreiche Vergangenheit als Läufer zurückblicken. Ralf verfügt aber nicht nur über langjährige Erfahrungen als Sportler, sondern auch als Trainer. Er betreut Sportler aller Alters- und Leistungsklassen. Klicke hier und erfahre alles über Ralfs Leistungen und Angeboten als Lauf- und Personaltrainer, die zum Ziel haben dich fit zu machen! Vor allem seine Laufwoche auf Zinnowitz ist empfehlenswert für alle Läufer und Triathleten!


Rennbericht aus Roth

24. Juli 2010 um 14:05


Challenge Roth – Ein durchwachsenes Wochenende

21. Juli 2010 um 13:40

Anreise


Die Anreise am Freitag (16.07.) hat reibungslos geklappt. Wir sind gut nach Nürnberg gekommen und haben abends im Hotel eingecheckt, wo dann auch kurze Zeit später unsere zwei Teamkollegen, der angehende Profitriathlet Markus Thomschke und Läuferlegende Ralf Harzbecker eintrafen.



Rich beim Einrollen

Rich beim Einrollen

Am Samstag kam dann noch auf den letzten Drücker unser speziell von Royalbikewear angefertigte Zeitfahranzug per Expresszustellung aus Portugal im Hotel an und wir konnten uns komplett ausgestattet auf die Strecke zur Besichtigung begeben. Mit dem Auto sind wir einmal um den 85km langen Kurs gefahren und Richard hat eine 30minütige Trainingseinheit absolviert. Bis auf einige Probleme mit der Schaltung, die schnell behoben werden konnten lief alles glatt. Anschließend haben wir das Rad dann in der Wechselzone I (Schwimmen -> Rad) abgegeben und uns zur Rennbesprechung begeben. Dann ging`s wieder zurück ins Hotel, wo nach dem Abendessen und einer kleinen Massage  für Rich dann die Nachtruhe anstand.



Renntag


Richard und Markus wurden in der Wechselzone I ausgesetzt und Ralf in der WZ II. Marten und Ariane haben sich dann auf ihre Verpflegungsposten an der Radstrecke aufgestellt. Pünktlich um 8.40 Uhr ist Markus dann mit dem ersten Staffelblock in`s Rennen gegangen und kam nach sportlichen 54min aus dem Wasser gerannt, wo er dann den Transponder in der WZ and Richard übergab.


Richard ging mit 330 Watt auf die ersten 30min und noch 310 Watt auf die erste Stunde sportlich an konnte aber dann seinen Rythmus finden und kam problemlos durch das erste Drittel der Rennstrecke. Nach ca. 70km dann der Schreck: der rechte Auflieger vom Aerobar rutschte runter, da, wie sich später herausstellte, der Lenker eingerissen war. Dieser Riss setzte sich dann unter die Lenkerklemmung fort, was zu einem ständigen Nachvorneklappen des gesamten Lenkers führte. Ein aggressives Anfahren der Kurven, vor allem den Serpentinen auf der schnellen Abfahrt (Topspeed: 76 km/h) war ab der zweiten Rennhälfte nicht mehr möglich. Nach der Analyse der SRM-Daten kann man von einem Zeitverlust von 7-8min ausgehen.


Die Pinkelpause kostete auch nochmal ca. 1min und zur Krönung wurde Richard 5km vor Schluss auch noch von

Ralf war noch nicht ganz bei sich kurz nach dem Zieleinlauf...

Ralf war noch nicht ganz bei sich kurz nach dem Zieleinlauf...

einem Jurymotorrad aufgehalten. In einer uneinsehbaren Schikane kurz vor Schluss kam Richard auf einen vor ihm fahrenden Teilnehmer zugeschossen, welcher unvermittelt links rüberzog. Ohne Zeit um aus dem Auflieger an die Bremsgriffe zu kommen war Rich gezwungen zwecks Sturzvermeidung rechts zu überholen, was das Jurymitglied auf dem anwesenden Motorrad als Disqualifikationsgrund ansah.  Nach kurzer Disskussion (1-2min) und trotz “roter Karte” fuhr Richard dann in die WZII und übergab an Ralf, welchen der Kommissär nicht mehr aufhalten konnte, da Rich im Gewusel der letzten zwei Kilometer vor der WZ schneller als der Kommissär auf seinem Motorrad war.




Ralf lief dann gazellenartig eine sportliche 2:51h auf den abschließenden Marathon. Trotz ausgesprochener roter Karte sind dann Markus und Rich, Ralf auf den letzten 200m begleitend gemeinsam als fünftschnellste Staffel ins Ziel eingelaufen.


Das Event


Vor allem riesig ist die Veranstaltung. Gut organisiert und mit einer super Stimmung an allen Streckenabschnitten, macht es Spaß sich zu quälen. Als nachteilig könnte man feststellen, dass es wohl eher etwas zu groß ist. Auf der Radstrecke kam es ständig zur Rudelbildung und regelrechten Staus bei den dünnen Zuschauerspalieren bergauf. Auch die Kommissäre waren etwas übermotiviert und haben fleißig gelbe und rote Karten verteilt, wie zuletzt bei der Fußball-WM. Ordnung muss sein, aber man darf auch nicht vergessen, dass es sich bei den Staffeln um Jedermänner handelt. Bei 3500 Athleten auf der Strecke lässt es sich nicht vermeiden, dass man mal eng auffährt, was Rene Obst, ein anderer Staffelradfahrer feststellen musste, als er 8min Zeitstrafe erhielt weil er auf seine Vorderman auf 9m statt 10m aufgerollt war. Auch Marco Appler, unser Läufer beim Ostseeman war in Roth als Radfahrer unterwegs und wurde verwarnt wegen Streckenverschmutzung, weil er versehentlich seine Flasche verloren hatte beim Zurückstecken in den Halter – als wenn der Verlust der Flasche nicht schon Strafe genug wär. Die Staffel von Andreas Niedrig (”Vom Junkie zum Ironman”) wurde in der WZ II disqualifiziert, da die Transponderübergabe an den nicht deutsch sprechenden Läufer 7m von der eigentlich dafür vorgesehenden Zone durchgeführt wurde. Ziemlich albern sagen wir da. Es soll ja nicht jeder machen, was er will, aber rote Karten ohne Vorwarnung, wie Bonbons auf der Kirmes zu verteilen ist ein bisschen übertrieben, vor allem bei den Jedermänner, die auch noch hunderte von Euros für einen Start hinlegen und nicht um Preisgelder oder Ranglisten konkurrieren. Fairerweise muss man aber sagen, dass der Veranstalter sich seiner Geldquelle sehr bewusst ist und ausgesprochene Rennausschlüsse scheinen von daher nicht immer hunderprozentig durchgesetzt zu werden. Zumindest standen wir in der Ergebnisliste nicht unter “DQ” sondern auf Platz 5.


Fazit


Es war ein spannendes und trotz kleiner Schwierigkeiten schönes Erlebnis, dass wir nicht missen möchten. Sportlich haben wir unser Ziel zwar nicht ganz erreicht, sind aber dennoch mit dem Erreichten zufrieden. 4:20h auf dem Rad mit der dritt schnellsten Zeit und einer effektiven Zeit von 4:10 nach Abzug aller “Missgeschicke” ist nicht weit weg vom Rekord. Auch Platz 5 von 500 Staffeln kann sich sehen lassen. In diesem Sinne erklären wir Roth zur Generalprobe und greifen nochmal richtig beim Ostseeman in 1,5 Wochen an.


Letztes Training vor Roth

14. Juli 2010 um 23:33

Heute haben wir das finale Set-Up für die Quelle Challenge in Roth und dann im Anschluss den Ostseeman getestet und mit einem letzten kurzen, aber knackigem Training verbunden.



Unser Renn-Set Up (bis auf den Anzug)

Unser Renn-Set Up (bis auf den Anzug)




Das Rad ist jetzt komplett und perfekt auf Richard eingestellt. Überstehende Lenkerenden wurden abgesägt, eine Aeroflasche am Lenker montiert und Vittoria Chrono Zeitfahrreifen auf die Zipp-Scheibe und das Vorderrad unseres nagelneuen HED H3 Laufradsatzes montiert. Falls es zu windig wird, haben wir für den Wettkampf natürlich noch das Hinterrad in Reserve.


Die Aufnahme der unförmigen Aeroflasche muss geübt sein.

Die Aufnahme der unförmigen Aeroflasche muss geübt sein.

Neben einem ordentlichen Wettkampfintervall und ein paar ruhigen Kilometern wurde auch nochmal die Aufnahme der etwas unförmigen Aeroflasche von Specialized geübt, welches sich bei Geschwindigkeiten über 40km/h als ziemlich schwierig herausstellte. Für den Wettkampf sind wir aber zuversichtlich, dass alles klappen wird. Am Freitag reisen wir an zur Streckenbesichtigung und dann ist Crunch-Time!!



Patric fällt aus, Richard springt ein…

14. Juli 2010 um 23:29

Patric, der eigentlich als Top-Mann für die Radstrecke bei beiden Veranstaltungen gesetzt war, musste sich einer Operation am Hals unterziehen. Obwohl diese zeitlich noch etwas vor Roth und dem Ostseeman lag und es eigentlich so aus sah, als ob er lediglich die Aerodynamikoptimierung in Frankfurt verpassen würde, hat sich nun im Laufe des Trainingslagers in Dänemark herauskristallisiert, dass er durch seinen fast einwöchigen Aufenthalt im Krankenhaus und die Schwächung durch die Operation weder in Roth oder beim Ostseeman an den Start gehen kann. Trotz dieses für uns, sportlich gesehen schweren Rückschlags sind wir vor allem glücklich, dass es ihm gut geht und er sich wieder voll erholen wird. Gesundheit geht nun mal vor.

Um für einen solchen Fall vorbereitet zu sein, haben wir ja schon in der Vorbereitung auf das Projekt zwei Fahrer parallel auf das Event hin trainieren lassen. Richard hat gut gearbeite und ist trotz eines leichten Muskelproblems im unteren Rücken fit und bereit für Patric einzuspringen. Obwohl er nicht der prädestinierte Zeitfahrer ist und das Knacken des Rekords für ihn somit eine deutlich größere Herausforderung darstellt als für Patric, sind wir guter Dinge und hoffen, dass er gut durch kommt. Aber egal was passiert: wir können sicher sein, dass wir für unser diesjähriges Projekt das Maximum rausgeholt haben. Abgesehen vom sportlichen Ehrgeiz soll es aber natürlich vor allem Spaß machen und denn hatten wir bis jetzt auf alle Fälle. In diesem Sinne, Sport frei und auf in den Wettkampf!!


Trainingslager Dänemark

14. Juli 2010 um 23:27
dorsch

Training für die Arme, Erholung für den Kopf, und Proteine für die Muskeln: Patric mit seiner Beute.

Gleich im Anschluss auf die Aerodynamikoptimierung ging es dann vom 02.07. – 08.07. ins Trainingslager nach Dänemark. Patric und Richard haben neben dem Training die Zeit aber vor allem auch zur Erholung genutzt. Neben Angeln und Grillen wurde in der Sonne gebadet und die laufende Fußball-WM verfolgt.

Gut vorbereitet und erholt geht es jetzt in den Wettkampf…


Der starke dänische Wind forderte seine Trainingspausen ein. Richard beim Nickerchen.

Der starke dänische Wind forderte seine Trainingspausen ein. Richard beim Nickerchen.




Aerodynamiktests auf der Bahn in Frankfurt/O.

03. Juli 2010 um 18:25

Richard und sein D6Gestern waren wir auf Deutschlands längster Radrennbahn in Frankfurt an der Oder. Menschenleer, 30°C und stickig war’s. Nachdem Richard seine anfängliche Unsicherheit aufgrund der furchteinflößenden Steilkurven abgelegt hatte, fuhr er mit einem SRM am Rad mit verschiedenen Einstellungen jeweils drei Kilometer auf der Bahn mit genau 45 km/h. Die Geschwindigkeit konnte er auf 0,05 km/h genau halten – dank MP3 Player im Ohr und einem Song mit 87,8 Beats per Minute… Zum Glück hatte Richard sein musikalisches Gehör mitgebracht.

Praying MantisBei über 10 Testläufen mit Alpina Venga Helm und Zeitfahranzug ergab sich bei Richard ein Wasserverbrauch von 6 Litern – nicht gerade sparsam! Nebenbei konnten wir aber auch etliche Einstellungen auf ihre Windschnittigkeit hin überprüfen indem wir die Leistungskurven der verschiedenen Einstellungen miteinander verglichen haben.

SteilkurveWir haben nur Einstellungen in einem sinnvollen biomechanischen Bereich getestet, alles andere wäre wenig sinnvoll, da die Position über 180 gefahren werden will.

Von den Ergebnissen waren Marten und Richard begeistert: Es kristallisierte sich heraus, dass die kraftvollste Einstellung mit dem besten Fahrverhalten auch die schnellste war. Anders als allgemein vermutet, konnten wir mit einer aufrechteren Position und extrem breiten Pads mehr als 10 Watt im Vergleich zur Ausgangsposition einsparen! Die “Praying Mantis” Position wie man sie von Leipheimer und Landis kennt benötigt 290 Watt für 45 Sachen – das ist ein Topwert für eine bequeme und langdistanztaugliche Position.

OptimierungDanach ging’s gleich nach Dänemark zum Angeln und Trainieren. Hier kann Richard über, das Rad bei schwierigen Windverhältnissen zu beherrschen. In der letzten Woche vor Roth steht dann nur noch wenig, dafür aber intensives Training und ein Leistungstest auf dem Plan. Wir werden berichten…