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Ausdauersport trotz Minusgraden? Im Herbst und Winter im Freien Joggen oder Radfahren- kein Problem!

20. August 2009 | Kategorie: Training

„Wenn es kalt ist, kann ich draußen nicht trainieren!“ Diesen Satz hört man immer wieder. Werden die folgenden Tipps berücksichtigt, sind Minusgrade jedoch kein Hinderungsgrund mehr, nicht seiner Leidenschaft nachzugehen.

 

1. Bekleidung: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!“ Und das gilt auch für Sport. Benutzt man der Witterung angepasste Funktionskleidung, ist das schon die halbe Miete. Aber auch Unterwäsche, Socken, Handschuhe und Kopfbedeckung sollten für das Sporttreiben konzipiert sein und aus Funktionsstoffen bestehen.


2. Erwärmung: Bei niedrigen Außentemperaturen ist es noch wichtiger als sonst, sich richtig aufzuwärmen. Mit Muskeln und Sehnen, die nicht warm und damit nicht elastisch genug sind, verletzen sich Sportler viel schneller. Mit einer 10-15 minütigen Erwärmung liegt man im grünen Bereich.


3. Viel trinken, auch wenn man keinen Durst verspürt (siehe auch "Trinken im Sport"). Vor und nach dem Training sollte man vor allem warme Getränke zu sich nehmen. Alkoholisches sollte man jedoch vermeiden: der Alkohol erweitert die Gefäße und führt nach einem kurzen Wohlgefühl zu verstärktem Wärmeverlust.


4. Cremes zum Schutz der freien Haut: Fetthaltige Cremes für Gesicht und Hände,   verhindern gerötete, trockene und rissige Haut. Melkfett hat sich bei vielen Sportlern bewährt. Durch den Fahrtwind können vor allem Radsportlern so Problemen im Gesicht vorbeugen.


5. Langsam Abhärten
Durch regelmäßiges Saunieren mit anschließenden kalten Duschen oder Bädern und durch täglich kalte oder wechselwarme Güsse an Beinen, Armen und am ganzen Körper wird die Kältetoleranz und das Immunsystem trainiert.


6. Bei sehr niedrigen Temperaturen einen Mundschutz (Tuch, Sturmband) benutzen.
Unserer Rachen, Nasen- und Nasennebenhöhlen-Schleimhäute haben bezüglich der Einatmungsluft wichtige Funktionen. Neben dem Anfeuchten und Filtern der Luft, steht bei Kälte vor allem die Erwärmung im Vordergrund. Gegen stechend kalte Luft helfen ein Tuch oder eine Sturmhaube über dem Mund. Dieses verhindert das direkte einströmen der kalten Luft in die Lunge und somit einen bei extremer Kälte eventuell auftretenden Lungenschaden (Erfrierungen).